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VERANSTALTUNGEN




March 2024

05.-06. März 2024SBIExkursion nach Mailand mit Kunstausstellung Moroni (1521-1580). Il ritratto del suo tempo in den Gallerie d'Italia (Piazza della Scala)
Thu, 28. MarchSBIDatum noch offen, Zitrusfrüchte in Bozen

An einem Donnerstagnachmittag im Frühjahr (Termin zu definieren) besichtigen wir im Merkantilmuseum Bozen die Sonderausstellung Zitrusfrüchte in Bozen.

Fri, 29. MarchBurg TaufersBurg Taufers, Sonderausstellung "Volksglauben"

Die Burg Taufers wird im Jahre 1224 das erste Mal erwähnt und feiert damit ihren 800. Geburtstag.

Die Sonderausstellung nimmt sich eines mittelalterlichen und zugleich gesellschaftlichen Themas an, dem "Volksglauben". Er verbindet nicht selten religiöse Aspekte mit scheinbar empirischen Jenseitserfahrungen, die wir gerne als "Aberglauben" bezeichnen. Die von Marie Rubner im Auftrag des Südtiroler Burgeninstitiuts kuratierte Ausstellung ist ab 29. März bis 3. November 2024 auf Burg Taufers zu sehen.

Die Ausstellung gibt Einblicke in ein Weltbild, das bis zur Aufklärung prägend war und erstaunlicherweise noch stark bis in unsere Zeit hereinwirkt. Sie bewertet nicht und kommt nicht "besserwisserisch" daher. Allein schon dafür sei der Kuratorin ein großes Kompliment gemacht!

Die Ausstellung rückt religiöse Bräuche und Rituale ebenso ins Licht, wie den Blick auf die Welt, den Kosmos und die Menschen. Es geht vielfach darum, dass der Mensch, der an jenseitige Kräfte glaubte, diese zu besänftigen oder zu fördern versuchte, um sie für sich zu nutzen, für seine Sicherheit, seine Gesundheit und sein Seelenheil. Dabei griff er auf das zurück, das ihm zu helfen schien. Die Religion bot ihm zwar Leitlinien für das ewige Leben, aber den Schutz vor Hochwasser, Zahnschmerz oder Seelenqualen schenkte sie in sehr eingeschränktem Maße. Prozessionen mit Felder- und Wettersegen, das Sammeln von Reliquien und Ablässen, aber auch der Rat der Hexen mit ihren Edelsteinen und Kristallen oder die Tinkturen der Quacksalber versprachen direkten Erfolg. Am Ende wollte man das Zusammenspiel der Kräfte begreifen und begab sich mit den Alchimisten auf die Suche nach dem Stein der Weisen.... Die Ausstellung arbeitet mit Texten, Ausstellungsstücken und Bildern. Protagonisten sind Einhörner, Basilisken und Ungeuer, ebenso auch Denker und Mystiker. Die bedeutendsten Schaustücke stammen aus der Brixner Hofburg, dem Pharmaziemuseum Brixen, dem Mineralienmuseum Kirchler in St. Johann und aus der Burg Taufers.

Obwohl die Ausstellung auf der Burg Taufers jegliche Schlussfolgerungen den Besuchern selbst überlässt, versteht es sich, dass der religiöse Glaube keine Ware ist, die man kauft, um sie zu seinen Gunsten einzusetzen, ebenso ersetzt der Volksglaube auch keine Wissenschaft. Die respektvolle Betrachtung des Volksglaubens im Rahmen dieser Ausstellung kann aber doch den Blick für anderes öffnen. So ist es beeindruckend zu erkennen, wie unglaublich stark der aus Aberglauben und christlicher Religion katholischer Prägung genährte Volksglauben noch heute in unserer Gesellschaft besteht. Umgekehrt lässt der veränderte Fokus auf den Volksglauben auch manchen Glaubenskonflikt der frühen Neuzeit, bei dem es um die "Vermittlerrolle" der Kirche zwischen den Menschen und Gott geht, die die Reformatoren des 16. Jh. in Frage stellen, in einem anderen Licht erscheinen. So gewinnt man vielleicht den Eindruck, dass der philosophisch-theologisch ausgerichteten christlichen Religion bestimmte Berührungspunkte mit den auch bei uns vorherrschenden heidnischen Vorstellungen fehlten. Naturreligionen hätten diese vielleicht eher aufbringen können. Dem Volksglauben, der sich an "alles ordnenden Mächten im Jenseits" orientierte (oder aus dem Mangel an alternativen Wissen an diesen orientieren musste), gelang es daher, diese Lücken der Alltagstauglichkeit zu kompensieren. 
Zugleich reift aber die Erkenntnis, dass gerade jenes katholische Glaubensverständnis, der heidnischen Kultur mit okkulten Handlungen eben sakramentale Alternativen entgegensetzte. Der Besuch der Ausstellung mag gewiss auch andere Erkenntnisse offenlegen, so wird man sich ihr auch gerne mehrmals stellen können. (AvH)




April 2024

Sat, 13. AprilSBI10.30 Uhr, Kloster Marienberg, Generalversammlung

Marienberg liegt oberhalb von Burgeis, Teil der Gemeinde Mals, im Vinschgau. Der weiße festungsartige Bau in einer Hangmulde stammt aus dem 12 Jahrhundert und wurde von den Edlen von Tarasp gestiftet. Die ersten Mönche kamen vom Benediktinerkloster Ottobeuren im
Unterallgäu in den Vinschgau. Seit über 900 Jahren folgt das Leben im Kloster Marienberg den Regeln des Heiligen Benedikt. Es ist ein Ort der Ruhe und Kraft, der Geschichte und Zukunft, der Arbeit und des Gebets. In diesem Jahr findet unserer Generalversammlung an diesem speziellen Ort statt, der in den vergangenen Jahrzehnten große bauliche Anpassungen erfahren hat.

Im Anschluss an die Versammlung gibt es ein Mittagessen, am Nachmittag wird eine Führung durch Marienberg angeboten sowie einen fakultativen Besuch im Ansitz Plawenn.

Weitere Informationen folgen in einem der nächsten Rundschreiben.

Anmeldung bis 15. März erbeten.




May 2024

Sat, 18. MaySBI07/08 Uhr, Exkursion zu den Villen des Veneto mit Besichtigung der Villa Fracanzan Piovene und Villa dei Vescovi



June 2024

24.-30. Juni 2024SBIGroße Studienfahrt in die Niederlande

Bitte melden Sie sich frühzeitig bei grundsätzlichem Interesse an einer Teilnahme an.

Sat, 29. JuneBurg Taufers11 Uhr, Patrozinium Burg Taufers

Aufgrund der Studienfahrt in die Niederlande könnte es zu einer Terminverschiebung kommen. Sie wird ggf. rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Jahr 2024 wiederholt sich die Erstnennung der Burg Taufers zum 800. Mal. Wir blicken mit Dankbarkeit auf stolze 800 Jahre zurück.




August 2024

Fri, 30. AugustSBISaisonabschlussessen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SBI



September 2024

Fri, 6. SeptemberSBIFreitagsexkursion (Datum noch offen) nach Maria Heim in Bozen
7. oder 14. September 2024SBIDatum noch unsicher, Besichtigung der Vahrner Ansitze und Sommerfrischhäuser bei Brixen

Am Samstag, 7. September oder Samstag, 14. September (Termin zu definieren) findet ein Spaziergang zu den Ansitzen und Sommerfrischehäusern in Vahrn statt.




October 2024

04.-06. Oktober 2024SBIKleine Studienfahrt nach Graubünden

Bitte bekunden Sie frühzeitig Ihr Interesse an der Teilnahme.

24.-25.10.2024, Krems (NÖ)Allgemeiner HinweisDas Erbe der Adels- und Klosterkultur Heritage Science aus sammlungswissenschaftlicher Perspektive

4th Heritage Science Austria Meeting, 24. und 25. Oktober 2024 Universität für Weiterbildung Krems

Das Erbe der Adels- und Klosterkultur Heritage Science aus sammlungswissenschaftlicher Perspektive

CALL FOR PAPERS
Der Umgang mit Sammlungen eröffnet gerade in der Sphäre von Adels- und Klosterkultur ein breites Spektrum an interdisziplinären Fragestellungen und ein reiches Betätigungsfeld für Heritage Science. Burgen und Schlösser sowie Klöster und Stifte verkörpern einen Raum, in dem sich Wissen in genuinen Sammlungen manifestiert. Die sammelnden bzw. sammlungsverantwortlichen Personen zeigen Präsenz durch ihre Auswahl der Objekte, deren Ordnung in speziellen Möbeln und besonderen Räumen oftmals wissenschaftlichen Kriterien folgt. Ihre Dokumentation, die zur Überlieferung beiträgt, ist ebenso Teil des sammlungswissenschaftlichen Auftrags wie die Erforschung der jeweiligen Herkunft der Objekte. In der Fokussierung dieses Erbes in Form von Sammlungen in Österreich und Südtirol, die zumeist von nationaler Bedeutung sind, zeigt sich, wie sehr vernetztes Arbeiten die Voraussetzung für einen qualitätvollen Erhalt bildet.

Im Fokus der Tagung stehen Sammlungen aus der Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, Sammlungspraktiken und deren gesellschaftliche Einbettung unter Berücksichtigung von Veränderungen der Besitzverhältnisse aber auch von Verfallserscheinungen der Objekte. Der Schutz und der Erhalt dieses Erbes werden von unterschiedlichen Fachrichtungen unterstützt, deren gemeinsame Expertise im Zentrum dieser Tagung stehen soll. Als Beiträge gesucht sind Vorträge, die ein kürzlich abgeschlossenes bzw. ein laufendes Forschungsprojekt vorstellen. Die Tagung richtet sich an Forschende, die sich mit Heritage Science befassen, sowie an Personen, die Verantwortung für Sammlungen in Burgen und Schlössern bzw. in Stiften und Klöstern tragen. Ein erklärtes Ziel ist es, bislang unbearbeitete Sammlungen der Forschung zugänglich zu machen.

Folgende Fragestellungen stehen für die inhaltliche Ausrichtung der 4. Heritage Science Tagung 2024 in Krems:
1) Welche Verbindungen bestehen zwischen Adels- bzw. Klosterkultur und der Entwicklung wissenschaftlicher Disziplinen und welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Sammlungen, deren Dokumentation und Ihre Ordnungssysteme? Haben Universitäten zu deren Erhalt beigetragen?
2) Inwiefern lässt sich Biodiversität in naturhistorischen Sammlungen aus Burgen und Schlössern / Klöstern und Stiften ablesen und wie gestaltet sich generell die Erhaltung dieser Sammlungen? Welches Potenzial zur Dokumentation der Artenvielfalt bergen natur-, aber auch jagdkundliche Sammlungen in sich? Welchen Beitrag können Naturalienkabinette zur heutigen Forschung leisten? In welcher Form vermögen diese Sammlungen im Kontext der anhaltenden Klimakrise, Einblicke in sich wandelnde Umweltbedingungen zu gewähren? Und erleiden diese Objekte gleichzeitig Auswirkungen durch den Klimawandel?
3) In welchem Ausmaß haben Moden der adeligen und klösterlichen Sammlungskultur vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts (z.B. Rüstkammern und Rittersäle, Münz- oder Antikensammlungen) das kulturelle Erbe geprägt? Wie sehr zeigen sich hierin lokale Unterschiede? Von welchen Vorbildern wurden Tendenzen und Strömungen genährt und sind diese bis heute spürbar?
4) Welche Bedeutung haben Kabinette, Schränke und Vitrinen ab dem 18. Jahrhundert für die Überlieferung der Sammlungshistorie ihrer Inhalte? Welche Funktionen/Aufgaben werden dabei dem Sammlungsmobiliar als „Zeigemöbel“ und „Wissensträger“ zuteil? In welchem Konnex stehen Sammlungsobjekte und ihre Aufbewahrungsräume? Welche Herausforderungen und Chancen bieten Sammlungen für die Wissenschaft der Konservierung und Restaurierung?

Die Beiträge sollten sich vornehmlich mit Sammlungen aus dem Zeitraum vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert befassen. Die Fragestellungen lassen sich erweitern. Wir freuen uns über Beiträge, die den interdisziplinären Ansatz berücksichtigen. Für die Vorträge sind 20 Minuten Redezeit vorgesehen. In Folge werden die Vorträge in einem Tagungsband publiziert.

CALL FOR POSTERS
Die Konferenz wird auch Posterpräsentationen beinhalten, die laufende Forschung im Bereich der Heritage Science in Österreich behandeln und über den eigentlichen Themenbereich der Konferenz hinausgehen können. Informationen zur Einreichung Bitte übermitteln Sie Ihre Themenvorschläge inkl. eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, deutsch) unter Nennung des Namens und gegebenenfalls der Institution an HSA-2024@donau-uni.ac.at Einreichschluss: 14. Februar 2024 Zur Tagung Das Erbe der Adels- und Klosterkultur Heritage Science aus sammlungswissenschaftlicher Perspektive Tagungszeitraum: 24. bis 25. Oktober 2024 Tagungsort: Universität für Weiterbildung Krems, Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems
Veranstalter: Landessammlungen Niederösterreich und Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften, Universität für Weiterbildung Krems, gemeinsam mit Heritage Science Austria
Tagungsgebühr: € 50,- (inkl. optionaler Exkursion am Freitag) Entfall der Tagungsgebühr für Studierende und Vortragende Ansprechpartnerinnen: Dr. Maria Bianca D’Anna Isabella Frick, MA Dr. Theresia Hauenfel




November 2024

Sat, 9. NovemberSBIExkursion zum Gotikmuseum Leogang in Hütten (Salzburg)