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September 2010

Nur noch bis 12. September 2010Schloss TaufersSonderausstellung "Die Kreuzzüge" auf Burg Taufers

Die Kreuzzüge 2010 - Ausstellung auf Burg Taufers

Kurztext

Die heurige Sonderausstellung auf Burg Taufers widmet sich den Kreuzzügen (Kurator der Ausstellung: Markus Innerbichler), ein Thema, das burgenkundlich von Interesse ist, prägten die Kreuzzüge doch wesentlich das abendländische Rittertum und den Burgenbau Europas. Das Thema berührt aber auch andere Aspekte, so verdanken die Europäer den Kreuzzügen wesentliche kulturelle Errungenschaften, das arabische Ziffernsystem, philosophische Strömungen, auch Gewürze und anderes mehr. 

Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit den Zügen selbst in einer Zeitspanne zwischen dem ersten Kreuzzug 1096/98 bis zum Fall von Akkon 1291. Eindrucksvoll wird mit Nachbauten der Koggen die Reise ins Heilige Land oder die Belagerung von Jerusalem dargestellt, das Lagerleben und neben anderem auch die Unterminierung der Burgmauer von Akkon.

Den historischen Hintergrund bildet einerseits der Aufstieg einer türkischen Minderheit zur Großmacht, die die Mächte im Vorderen Orient erschütterte und andererseits das bedrohte Ostrom, das auf Vermittlung des Papstes die Mächte des Abendlandes anwarb, gegen die neue Macht anzutreten. In Wahrheit war der Anlass für viele nur eine willkommene Ausrede für Abenteuer und Beutezüge, die ins Heilige Land führten.

Wanderprediger heizten den religiösen Phanatismus an, der letztlich erst einigend wirkte und die Massen in Gang setzte: Im Zeichen des Kreuzes und mit dem vermeintlich legitimierenden Schlachtruf „Deus lo vult!“ – „Gott will es!“  brachen sie ins Heilige Land auf. Auch die muslimen Krieger kämpften im Namen Allahs um die Vormachtstellung in dem von ihnen eroberten Land. Es war ein Phänomen der Massen, das mit kirchlichen und weltlichen Interessen zusammen fiel. Gesellschaft und Kirche teilten den Wunsch nach bewaffneten "Pilgerzügen", erschraken aber nicht minder über ihre eigene Grausamkeit. So fanden sich gerade in der Kirche die größten Befürworter aber auch die größten Gegner der Kreuzzüge. Erst im 12. Jahrhundert fand man nach langer Suche eine theologische Rechtfertigung für einen Krieg, der dem Christentum grundsätzlich fremd ist.

Die Verbindung der Idee des Ritterums mit den Tugenden der Tapferkeit und des Muts, der Gerechtigkeit und des Maßes sollten die Heerscharen zu einem christlichen Rittertum führen, das in Europa kulturell bestimmend werden sollte. Gerade in der Umgebung von Leid und Verzweiflung entstanden sodann auch bedeutende Werke der Barmherzigkeit und Nächstenliebe (ohne Rücksicht auf Herkunft und Religion), die im Geiste der christlichen Nächstenliebe vor allem von adeligen Ritterorden geführt wurden. Die Templer und Deutschordner sind hier zu nennen. Weltweit wirkt noch heute der in der Pflege des Glaubens und in der Krankenpflege tätige Malteser Ritterorden (Johanniter), dessen völkerrechtliche Souveränität derzeit von über 104 Staaten der Welt anerkannt wird (vgl. www.orderofmalta.org).

Die Ausstellung ist auf mehrere Räume im Kasten und im Bergfried aufgeteilt. Zudem können auch die neuen Bilderausstellungen zur Burg Taufers besichtigt werden.
 

So, 12. SeptemberTrostburgFeldmesse auf der Trostburger Turnierwiese

Zum wiederholten Mal findet heuer auf der Trostburger Turnierwiese eine hl. Messe der Pfarrgemeinde Waidbruck statt. Die Sonntagsmesse wird von hochw. Herrn Pfarradministrator P. Josef Knapp um 10:30 Uhr zelebriert. Anschließend gibt es ein gemütliches Beisammensein bei Speis und Trank, Musik und verschiedenen Spielen. Organisation: Pfarrgemeinderat von Waidbruck mit Unterstützung des Südtiroler Burgeninstituts.

Mi, 15. SeptemberVerwaltungsratssitzung im September 2010
17. bis 19. SeptemberSBI-JugendSBIJ-Studienfahrt



Oktober 2010

Fr, 8. OktoberSBIVortrag von Prof. Helmut Eberhard Paulus

Thema, Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben.

Mi, 20. OktoberVerwaltungsratssitzung im Oktober 2010
Sa, 23. OktoberSBI-JugendSBIJ-Törggelen
Noch bis zum 24. Oktober 2010Allgemeiner HinweisBurg und Herrschaft. Eine Ausstellung des Deutschen Museums

Deutsches Historisches Museum, Ausstellungshalle von I.M. Pei; Unter den Linden 2, D-10117 Berlin, 10-18 Uhr.

„Burg und Herrschaft“, eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums, Berlin in Kooperation mit der Ausstellung „Mythos Burg“ des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg.

Eine dramatische Inszenierung zweier kämpfender Harnische steht am Anfang der großen Sonderausstellung, die zwei Etagen des Pei-Gebäudes hinter dem Zeughaus Unter den Linden füllt.

In Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, das gleichzeitig die Partnerausstellung "Mythos Burg" präsentiert, zeigt das Deutsche Historische Museum auf 1000 qm Fläche die Bedeutung der Burg als Ort der Herrschaft, aber auch adliger Lebenskultur zwischen dem 6. und dem 16. Jahrhundert.




November 2010

Noch bis zum 7. November 2010Allgemeiner HinweisMythos Burg. Eine Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg, Di-So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr, Tel. 0911 1331-0.

Plakat zur AusstellungBurgenkundliche Ausstellungen in Nürnberg
Das Südtiroler Burgeninstitut empfiehlt die Ausstellung, die unter dem Siegel des Germanischen Nationalmuseums (Generaldirektor Prof. Dr. G. Ulrich Großmann)  läuft und am 8. Juli 2010 eröffnet wird; ein Faltblatt ist der soeben versendeten ARX beigelegt. Bei genügend Anmeldungen von Reisewilligen organisieren wir gerne im Herbst eine Fahrt dorthin.

Burgen, Ritter, Turniere und Belagerungen prägen unser Bild des Mittelalters. Wehrhafte Mauern und Türme, Raubritter sowie die Eroberung edler Damen regen auch heute noch die Phantasie der Menschen an. Im Mittelalter war dies kaum anders, wie zahlreiche Schrift- und Bildwerke von höchstem Rang zeigen. 
Die Ausstellung schildert die Entwicklung der Burg und des „Mythos Burg“ von der Zeit Karls des Großen bis heute. Bedeutendste Werke der europäischen Buchmalerei, Tafelaufsätze aus Gold und Bronze, Altargemälde und Kunstwerke aus Elfenbein zeigen die besondere Rolle der Burg, schon in den Epochen der Romanik und Gotik. Farbige Modelle realer Burgen machen den Burgenbau vom 11. bis zum 18. Jahrhundert anschaulich. Neue archäologische Funde von der Ofenkachel bis zum Münzschatz sowie kostbares Kunsthandwerk lassen in Alltag und Fest auf der Burg eintauchen. Schon seit dem 17. Jahrhundert sind Burgen Forschungsgegenstand, den man in Zeichnungen, Fachbüchern, Reiseführern und Panoramakarten darstellte.

Sa, 13. NovemberSBI-JugendSBIJ-Vortrag

Details werden noch bekannt gegeben.

Mi, 17. NovemberVerwaltungsratssitzung im November 2010
Noch bis zum 30. November 2010Allgemeiner HinweisAusstellung: Johanna von Isser-Großrubatscher auf Burg Tirol

Auf Schloss Tirol gibt es für den Burgenkundler die Ausstellung der uns allen sehr vertrauten Johanna von Isser-Grossrubatscher zu sehen. Mit ihrer akribischen Zeichenschrift stellen die Burgenansichten der Autodidaktin aussagekräftige Quellen für die Burgenforschung und Denkmalpflege dar. Wertvoll sind sie ebenso für die Volkskunde, da die Zeichnerin häufig in die Darstellungen – zu ihrer Belebung wie auch zur Charakterisierung der Gegend – kleine Genreszenen, zumeist arbeitende Menschen, einbezogen hat. Die Blätter sind aber vor allem auch vom romantischen Zeitgeist geprägte Stimmungsbilder, beseelt von einem tiefen Naturempfinden und einer sehnsuchtsvollen Rückbesinnung auf das Mittelalter.

Die Ausstellung „Johanna von Isser-Großrubatscher“, die auch die biedermeierliche Lebenswelt der Künstlerin dokumentiert und Burgenbilder prominenter Zeitgenossen wie Thomas Ender, Rudolf von Alt und Karl Spitzweg zeigt, wird am 2. Juli 2010 auf Schloss Tirol eröffnet und läuft bis Ende November.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag jeweils 10.00 bis 17.00 Uhr im August bis 18.00 Uhr.
 




Dezember 2010

Sa, 11. DezemberSBI-JugendSBIJ-Adventcocktail
Mi, 15. DezemberVerwaltungsratssitzung im Dezember 2010



Jänner 2011

Mo, 17. JännerTrostburgPatrozinium Sti. Antonii Abbatis in Trostburg
Südtiroler Burgeninstitut - Tel. +39 0471 982255 - www.burgeninstitut.com