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NACHRICHTEN

13.04.2018 - Neues Burgenquartett erschienen
SBI

Unter dem Titel "Dicke Mauern" erschien ein neues Burgen-Quartettt, bei dem sich das Südtiroler Burgeninstitut einbringen konnte. Unter den 22 schönsten Burgen des deutschsprachigen Raumes erscheinen auch Taufers, Trostburg, Moos und Hocheppan: eine Dynastenburg, eine Ministerialenburg, ein Vertreter des Burgtypus "Wohnturm" und eine bedeutende Ruine einer Grafenburg.

Das Burgen Quartettspiel "Dicke Mauern" von Ronald Gohl ist "trotz digitalem Zeitalter bei Kindern immer noch gefragt, auch wenn man sie nicht mehr in der Schule spielt". Pädagogisch bewusst lebende Eltern, die zu Handy und Onlinegames einen Gegentrend setzen, kaufen gern ein Quartettspiel. Das Burgen-Quartettspiel stellt die 22 schönsten Burgen und Schlösser in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Südtirol (Italien) vor und vermittelt interessante Einblicke ins Mittelalter dank der lehrreichen Texte auf jeder Karte. Für die Südtiroler Burgen wurden diese von Alexander Hohenbühel verfasst. Der Preis ist lt. Pressemitteilung auf € 8.40 brutto gesetzt worden.


13.04.2018 - Festvortrag bei 68. Mitgliederversammlung des Landesverbandes für Heimatpflege
SBI

Alexander Hohenbühel stellte bei der heurigen Mitgliederversammlung des Landesverbandes für Heimatpflege im Lanserhaus in Eppan das Südtiroler Burgeninstitut vor, der eigentliche Festvortrag behandelte das Thema Ansitze als Rechtsdenkmal eines Aufbruchs in eine neue Zeit. Die im 16. und 17. Jh. entstandenen Ansitze legitimierten einen neuen, aus dem Bürgertum und Bauernstand kreierten Adel, der sich in der Landesverwaltung verdient machte. Die Vielzahl neuer Adeliger, die sich nicht mehr als "Landherren" gegen den Landesfürsten stellen konnten, weichten die Opposition des alten landständischen Adels auf. Ihre Bauten sind damit "Zeitzeugen" eines Landes Tirol, das sich zunehmend parlamentarisch etablierte.


13.04.2018 - Hocheppan: Ein erstes Verwaltungsjahr zieht positive Bilanz
SBI

Das Südtiroler Burgeninstitut konnte sich gewinnbringend bei der Verwaltung von Hocheppan im Auftrag der Gemeinde Eppan einbringen, sei es durch den Präsidenten, der Verwaltungspräsident der Hocheppan GmbH ist, sei esaber auch durch den Kulturbeirat, dem zahlreiche Mitglieder des SBI als Fachleute angehören. Zu den Höhepunkten zählte die Neusegnung der Kapelle, die Einführung eines Patroziniumsfestes, die Öffnung für die Eppaner, die Zugänglichmachung des Kreidenturmes, die Entdeckung einer Wolfsgrube, aber auch die Untersuchung der auf dem Terrain von Hocheppan befindlichen Bunker. Positive Bilanz zogen auch die Führerinnen und Führer auf der Burg sowie die Buschenschanksbewirtschaftung. Das große Angebot kam bei Bevölkerung und Touristen gut an.


08.04.2018 - Stadtgemeinde Brixen beschenkt das Südtiroler Burgeninstitut
SBI

Mit Drucken des Künstlers Marcon (Reihe VII/20) bedenkt die Stadtgemeinde Brixen das Südtiroler Burgeninstitut. Die Sammlung beinhaltet 33 Ansichten der wichtigsten Südtiroler Burgen und gelangte vor 15 Jahren in den Besitz der Stadtgemeinde, die sie ursprünglich rahmen und ausstellen wollte. Nun wurde die Sammlung dem Verein überlassen, der sie in seine Sammlung von Burgenbildern aufnimmt. Der Präsiudent bedankte sich mit einem Schreiben an die Stadtgemeinde für deren großzügige und bedingungslose Schenkung.


04.04.2018 - Die SBI-Jugend blüht auf
SBI-Jugend

Der Ostersamstag zog heuer nach einem langen Winter ein überdeutliches Erwachen der Natur nach sich. Ein schönes Bild für die Feier der christlichen Osterliturgie, die an den Sieg über den Tod mit der Auferstehung Christi erinnert. Ein zartes Aufblühen zeigte sich wohl auch bei der am Karsamstag abgehaltenen Mitgliederversammlung der Jugendgruppe des Südtiroler Burgeninstituts, nachdem manche Schwarzseher bereits mit der Auflösung dieser so schönen Einrichtung rechneten. Neuwahlen brachten einen neuen Stein ins Rollen.

Die Situation ist derzeit nicht ganz leicht: Viele jugendliche Mitglieder studieren im Ausland. Dennoch, es gibt einen großartigen Willen, sich für unsere Burgen im Lande einzusetzen, auch bei der Jugend! Das vergangene Jahr brachte zahlreiche Mitglieder und Freunde zu einem Grillfest auf die Trostburg, zu einem Silvestercocktail nach Partschins, ein kleinerer härterer Kern unternahm auch eine Reise zu den Limonaie des Gardasees. Nun wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand und bestätigte die bisherige Präsidentin Baronesse Auguste Marie von Hohenbühel mit einem Auftrag über weitere zwei Jahre der Amtsführung. Wiedergewählt wurden Diana von Goldegg (design. Vizepräsidentin) und Matthias von Mörl (design. Schatzmeister). Neu im Vorstand sind Johannes und Marie-Louise (design. Koordinatorin) von Hohenbühel sowie Elena von Welser (alphabet. Reihenfolge). Wir wünschen dem neuen Ausschuss viel Erfolg für die nächste Zeit!


29.03.2018 - Burgenvorträge des Sarner Geschichtsvereins und des Bildungsausschusses Sarntal
SBI

Doch recht positiv überrascht waren die Organisatoren der Vortragsreihe zu den Burgen im Sarntal, der Sarner Geschichtsverein, der Bildungsausschuss Sarntal und das Südtiroler Burgeninstitut, als die Teilnehmerzahl schon in den ersten Anmeldetagen erreicht war und wieder der große Saal im Pfarrheim reserviert werden musste. Zum Schluss waren es 25 Teilnehmer, die den doch recht anspruchsvollen Vorträgen interessiert folgten.

Durch den ersten Abend am 5. März mit einem Schwerpunkt zur allgemeinen Burgenkunde, führte Alexander von Hohenbühel, Buchautor und Redakteur der Burgenzeitschrift „ARX. Burgen und Schlösser in Bayern, Österreich und Südtirol“. Er hob die Bedeutung und Aufgabe der Burgen und Adelssitze in den verschiedenen Zeitepochen bis in unsere Zeit hervor und zeigte entsprechende rechtliche und bauliche Entwicklungen auf.
Bei der anschließenden Diskussion wurde am Beispiel phantasiereicher Wiederaufbauten des 19. und frühen 20. Jh. (Bsp. Brunnenburg), wissenschaftlich betreuter Rekonstruktionen, etwa ab 1906 (Bsp. Runkelstein), und bestandssichernder Konservierung von Burgruinen (Bsp. Festenstein bei Andrian) über die Ausrichtung der Denkmalpflege diskutiert. Insbesondere die heute gültige Auffassung, die einer Wiederherstellung skeptisch bis ablehnend gegenüber steht, schien manchem Diskutanten zu rigoros oder schwer nachvollziehbar zu sein.
Am zweiten Abend mit den Referenten A. v. Hohenbühel und Daniel Karl Mascher konnte die Geschichte der Burgen des Sarntals erklärt werden.
Die Erbauer dieser Schlösser, wie Hohenbühel darlegte, waren in Sarnthein die Grafen von Eppan und am Eingang ins Sarntal vor allem die Herren von Burgeis, später besser bekannt als Herren von Wangen.
Mit dem Burgenbau bezweckten sie ihre Gerichts- und Herrschaftsbezirke im Raum Sarntal abzusichern, wo sie ein Machtvakuum gut ausnutzen konnten. Die Rolle der Burgen als Wächter über die Sarner Straße könne dahin korrigiert werden, dass Burgen immer dort gebaut wurden, wo es bereits wichtige Wege gab. Von ihnen aus konnten die Burgherren ihr Territorium kontrollieren oder sich bei Gefahr dorthin zurück ziehen.
Daniel Mascher hob die außergewöhnliche Ausstattung von Schloss Reinegg hervor, gebaut als imposantes Zeichen der vergeblichen Machtdemonstration der aussterbenden Grafen von Eppan, das mit Schloss Tirol zu dem schönsten spätromanisch-frühgotischen Burgen im späteren Tiroler Raum zählt.
Der dritte Abend, Referent Dr. Daniel Karl Mascher, zeigte die Geschichte des jüngeren Grafengeschlechts der Sarnthein auf, die ursprünglich aus Augsburg stammten.
Der Abend war auch Gelegenheit für ein Treffen der Nachfahren der beiden noch verbliebenen Linien der Grafen Sarnthein: Gräfin Maria von Sarnthein, Besitzerin der Kellerburg, als letzte Vertreterin der Linie aus Fonzaso/Feltre und Gräfin Claudia Felizitas und Graf Otto von Sarnthein aus Trins in Tirol.
Ein besonderes Dankschön soll hier auch an die Referenten und an das Südtiroler Burgeninstitut gehen, welche die nicht einfache Materie verständlich und kompetent vermittelt haben. (Karl Kröss, Sarnthein)


08.03.2018 - Neuer Burgenführer erschienen
Allgemeiner Hinweis

Der folio-Verlag (Bozen) brachte einen neuen Reiseführer ztu Burgen in Südtirol heraus. Er wurde von unserem Mitglied und ARX-Redakteur Alexander von Hohenbühel verfasst.

Die beeindruckendsten Burgen zum Entdecken.
Alexander von Hohenbühel
Südtirols schönste Burgen

Erlebnisreiche Ausflüge ins Mittelalter

Reihe „Folio – Südtirol erleben“

Franz. Broschur, durchgehend Farbabb.
ca. 144 S., 11,5 x 20 cm ca.

ISBN 978-3-85256-743-3

€ [D/A/I] 13,50


26.12.2017 - SBI-Homepage - Jahresbericht 2017
SBI

Wir können relativ regelmäßige Zugriffe auf unsere Homepage mit Spitzen in den Monaten März, Juli, August, September und etwas reduzierter auch im Dezember feststellen, wobei die monatlichen Besucher unserer Webseiten zwischen 12.000 (stabil gegenüber 2016) und 25.000 (+5.000!) variieren. Diese betrachten zwischen 32.600 (stabil) und 59.000 (+7.500) Seiten. Für das Jahr 2017 bedeutet das über 191.000 Besucher (+ 20.000), die 503.000 Seiten (+ 3.000) ansahen und auf diese 2 Millionen Mal (+20.000) klickten. Die facebook- Seite des SBI wird derzeit von 543 (+ 44) Abonnenten regelmäßig verfolgt. Wir danken für Ihre Treue!

Im Spitzenmonat August 2017 wurden 59.000 (+ 7.600) Seiten angesehen. Das Hauptinteresse der v. a. aus Südtirol und Italien und ferner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stammenden Besucher galt – wenig überraschend – der Burg Taufers (15.000), allerdings gefolgt vom Interesse an der Zeitschrift ARX, an der Trostburg (8.200 [+3.800!]), an den Nachrichten und Veranstaltungen (1.000) und an Schloss Moos (350).

Im Jahre 2002 hatten wir stolze 12 Besucher (Spitzen bis zu 17) täglich, auf das Jahr gerechnet waren dies 4.500 Besucher auf unserer Homepage. In den letzten 15 Jahren verzeichnen wir eine Steigerung von über 4.000 Prozent.

Weitere Zahlen zum Vergleich:

2009 220   tägliche Besucher (Spitzen bis zu 335)    79.000 jährliche Besucher
2010 301   tägliche Besucher                                110.000 jährliche Besucher
2012 364 tägliche Besucher (Spitzen bis zu 440)    135.000 jährliche Besucher
2016                                                                   170.000 jährliche Besucher
2017 529 tägliche Besucher (Spitzen bis zu 804)    191.000 jährliche Besucher

Die Webseite des Südtiroler Burgeninstituts ist auf Deutsch, Italienisch und Englisch abrufbar. Sie wird inhaltlich von Alexander Baron Hohenbühel und technisch von Clemens Egger betreut.


01.08.2017 - Die "Trostburg-Tresl" ins rechte Licht gerückt
Trostburg

Der Film "Trostburg-Tresl" wurde erstmals am 14. Jänner 2013 im Bayerischen Rundfunk gezeigt und löste einige Reaktionen aus. Der Präsident des Südtiroler Burgeninstituts verfasste daraufhin einen "Offenen Brief" an den Filmmacher Arndt Wittenberg.

Er beinhaltet manche Aufklärung zu entstandenen Missverständnissen. Dieser "Offene Brief" wird hier als Zusatzinformation zum Film angeboten. Link zum Bayerischen Rundfunk

 

​Lieber Arndt Wittenberg,

gratuliere zum Filmsujet für dieses bewegende Filmepos im BR und auch für das feinfühlige Auge über die Tresl im Jahreslauf auf unserer Burg. (...) Die Trostburg zeigt sich im Film wie ein Gemälde, in dem so viel Erfreuliches nach über 45-jähriger Verwaltung durch das Südtiroler Burgeninstitut und seiner liebevollen, völlig selbstlosen und aufopfernden Belebungs-, Konservierungs- und Restaurierungstätigkeit immer wieder zu entdecken ist: Von den kürzlich hergerichteten Fenstern oder dem restaurierten warmen Kachelofen in Tresls Küche bzw. Stube bis hin zum hergerichteten Wirtschaftsgebäude bzw. Stadel, dem unmittelbaren Lebens- und Tätigkeitsbereich der Hauptprotagonistin. Die Hauptburg selbst hat in den vergangenen 45 Jahren, insbesondere in den letzten zwölf Jahren, eine Rundumerneuerung der gesamten Dachlandschaft, der Innen- und Außenfassaden, viel Ruinensicherungen und auch Instandsetzungen im Innenbereich erleben dürfen, auch das kommt ausgezeichnet ins Bild.

Der auf die Person von Tresl zugeschnittene Filmbeitrag weckt zu Recht wertvolle Emotionen, die uns in der heutigen Zeit einfach gut tun, wie auch zahlreiche Reaktionen auf den Film zeigen. Damit aber Tresls Verhältnis zum heutigen Eigentümer nicht wie im Film, vielleicht doch verzerrt und etwas negativ belastet, zurückbleibt, folgend ein paar Feststellungen, die bei eventuellen Fragen an Ihre Redaktion kommuniziert gehören. Ich möchte das durchaus auch kritisch verstanden wissen, weil im Schnitt des Films - meiner Meinung nach - Möglichkeiten, Einseitigkeiten zu relativieren, ausgelassen wurden, auch wenn natürlich das bewegende Menschenbild von Tresl im gewollten Fokus stehen musste.

·          Das Südtiroler Burgeninstitut hat die Burg und alle Nebengebäude (mit der Turnierwiese und dem Wäldchen um die Burg) in einem stark verwahrlosten Zustand von den Grafen Wolkenstein im Jahre 1967 im guten Einvernehmen gekauft, um sie vor dem Verfall zu retten. Es waren jedoch keine weiteren zu bearbeitenden Grundflächen dabei. Ehrenamtlicher Idealismus, um die öffentliche und private Pflicht zur Erhaltung unseres Kulturerbes einzufordern, war die alleinige Antriebsfeder, diesen Kauf zu tätigen.

·          Die von Tresl bearbeiteten Flächen haben über die Zeitspanne 1967 bis 2011 nicht zur Burg gehört, sondern einer Mailänder Unternehmerfamilie. Das heißt, Tresl hat den größten Teil ihres Lebens zwar die Wiesen bearbeitet, aber nicht für das Burgeninstitut, sondern als Pächterin der Mailänder Unternehmer.

·         Das Burgeninstitut hat der Tresl von Anfang an Wohnplatz und Strukturen, Gärten u.s.w. gerne kostenlos zur Nutzung überlassen, so auch den Stall und den Stadel für Vieh und Heu. Investitionen in Infrastrukturen, wie zum Beispiel den Stadel, waren zeitlebens durch das Burgeninstitut getätigt worden.

·          Seit dem Jahre 2012 ist es dem Südtiroler Burgeninstitut durch Kauf von der Mailänder Unternehmerfamilie gelungen, auch bewirtschaftender Eigentümer der umliegenden Flächen (Wein, Wald und Wiesen, die alle einmal vor unserer Zeit zur Trostburg gehörten) zu werden.

·          Tresl ist seit dem Rückkauf durch das Burgeninstitut fix, ihre Familienmitglieder saisonal bei uns angestellt. Unsere erste Heuernte wurde mit Hilfe von Tresl und ihrer Familie eingebracht. In die Führungssaison war Tresl von Anfang an eingebunden. Weitere Burgführer stehen ihr zur Seite. Größere Veranstaltungen und Unternehmungen werden immer von der Vereinsleitung aus organisiert und assistiert. Alle Arbeitsschritte, die über den normalen Lebensalltag von Tresl hinausgehen, werden stets gemeinsam besprochen und abgestimmt.

·         An anderer Stelle erwähnte Tresl das Südtiroler Burgeninstitut als besten Burgherrn, den sie sich vorstellen könne. Dass nun Tresl seit knapp einem halben Jahrhundert mit dem Eigentümer Südtiroler Burgeninstitut und seinen Verwaltern in glücklicher und zufriedener Symbiose auf der Burg lebt, zeigt doch sehr deutlich, dass dieser begangene Weg der richtige ist, auch wenn gewisse komplexe Fragen für die Zukunft noch nicht geklärt sind.

Insgesamt freue ich mich aber über die vielen Reaktionen und würde mich ebenfalls freuen, Kommentare von bayerischer Seite zu bekommen. Von den "Lebenslinienfans" erwarten wir uns eine gute Mundwerbung für unsere Burg. Mögen viele Besucher kommen, um Burg und Tresl, aber auch uns zu erleben.

Herzliche Grüße,

Carl Philipp Baron Hohenbühel
St. Michael Eppan, den 16.01.2013