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NACHRICHTEN

09.09.2018 - Präsident Baron Hohenbühel ausgezeichnet
SBI

Carl Philipp Baron Hohenbühel erhielt heute von den Landeshauptleuten von Nord- und Südtirol das Verdienstkreuz des Landes Tirol verliehen.

Die Auszeichnung erfolgte für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Präsident des Südtiroler Burgeninstituts (vgl. ARX 1-2017). Er nahm, wie er sagte, die Auszeichnung gerne an, da er sich in einer langen Kette von Personen wisse, die sich für unsere Kulturlandschaft, insbesondere für unsere Burgenlandschaft einsetzten und weiter einsetzen. Wir wissen, dass sein eigener, persönlicher Beitrag dafür groß genug ist, um die hohe Auszeichnung verdient zu haben, freuen uns aber auch für die "Mitgeehrten" und gratulieren unserem Präsidenten - im Namen aller Mitglieder des Südtiroler Burgeninstituts, aber sicher auch im Namen vieler Burgenbesitzer und -freunde inn- und außerhalb unseres Landes - von ganzem Herzen.


19.05.2018 - Trostburger Kräutermischungen 2017 erhältlich
Trostburg

Carmen Brauns baut im absolut naturbelassenem Umfeld der Trostburg seit 2016 auf ca. 1000 qm 41 verschiedene Kräuter an: 2500 Pflanzen. Der Kräuteranbau ist biologisch eingetragen, kontrolliert und zertifiziert. Kaum gedüngt und bislang ohne Pflanzenschutzmittel. 10 Kräutermischungen aus 41 verschiedenen Kräutern wurden 2017 abgefüllt.

Im Juli und August gibt es Führungen durch den Kräutergarten. Zum Angebot >>>

Angebot:
Miss T. – Die Frauen-Kräutermischung
Zitronenmelisse, Frauenmantel, Marokkanische Minze, Schafgarbe, Frauenbeifuß.
Eviva – Die erfrischend reinigende Kräutermischung
Apfelminze, Joccaminze, Brennessel, Ananasalbei Blätter & Blüten, Toronjil Morado Blätter & Blüten.
Verve – Die stärkend belebende Kräutermischung
Anisysop, Salbei, Spitzwegerich, Ringelblume, Kugelamarant.
Caprice – Die ausgleichend milde Kräutermischung
Grüner Hafer, Gewürzfenchel, Lindenblüten, Zitronengras, Kamille.
Blaue Stunde – Die erfrischend kräftigende Kräutermischung
Pferfferminze, Kornblume, Ysop, Eisenkraut.
Lila – Die Kräutermischung zum Aufatmen (10g)
Zitronenthymian, Malve, Kugelamarant, Königskerze.
1001 – Die würzig beruhigende Kräutermischung
Gewürzminze, Wüstenlavendel, Oswego Blätter & Blüten, Winterestragon, Lavendelblüten.
Love & Peace – Die frisch blumige Kräutermischung
Zitronenverbene, Zitronenmelisse, weiße Melisse, Kornblume, Holunder, Malve, Goldmelisse,
Rose, Sonnenblume.
Citas Choice – Die mild erfrischende Kräutermischung
Zitronenmelisse, Holunder, grüne Minze.
Artemideion – Die Kräutermischung für alle Fälle (15g)
Griechischer Bergtee mit Diptam Dost.

Preise:
Große Packung (20 g) und „Artemideion“: € 6,00
„Lila“ (10 g) : € 3,00

Bestellungen: unter 338 8097423 oder carmenbrauns@hotmail.com


28.04.2018 - Ausstellung "Sagenhaft" auf Burg Taufers eröffnet
Burg Taufers

Der Präsident des Südtiroler Burgeninstituts begrüßte das Eröffnungspublikum zur Ausstellung über die Welt der Sagen: „Sagenhaft“. Sie ist über die nächsten Monate auf Burg Taufers zu besichtigen und greift das Jahresthema der Europäischen Kommission zum Kulturerbejahr „Sharing Heritage“ auf, dem sich der EU-Kulturministerrat, das Europäische Parlament und schließlich der über die EU hinausreichende Europarat angeschlossen haben.

Mit dem Europäischen Jahr des Kulturerbes will die EU-Kommission das Bewusstsein für die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des kulturellen Erbes schärfen. Jedes europäische Land schaut heuer auf sein bauliches und archäologisches Erbe, aber – und das ist besonders wichtig - darüber hinaus auf sein immaterielles Erbe! Und genau um das geht es bei der heutigen Ausstellung! Europäisches Kulturerbe, das ist sicher unsere denkmalgeschützte Bausubstanz, das ist aber auch Literatur, Musik, Feste, Brauchtum und eben das Kulturgut „Sage“.

Was steckt hinter den Sagen? Der Kurator Markus Innerbichler und sein Team streichen u. a. den moralischen Wert heraus, christliche Begriffe wie Reue und Vergebung und vieles mehr. Sie präsentieren Südtiroler Sagen und im Kornkasten besonders die lokalen Tauferer-Ahrntaler Sagen. Viele sind mit dem Thema Burgen verknüpft, so wird auch auf diesen Bereich gesondert hingewiesen. Der Kurator hat mit seinen Mitarbeitern das Thema spannend aufgearbeitet und vertieft. Die Ausstellung soll auch als ergänzendes Burgerlebnis verstanden werden. 

Der fünfstöckige Bergfried der Burg wird „sagenhaft“ bespielt. Der lokalen Sage dient das Dachgeschoß des „Kastens“.


01.08.2017 - Die "Trostburg-Tresl" ins rechte Licht gerückt
Trostburg

Der Film "Trostburg-Tresl" wurde erstmals am 14. Jänner 2013 im Bayerischen Rundfunk gezeigt und löste einige Reaktionen aus. Der Präsident des Südtiroler Burgeninstituts verfasste daraufhin einen "Offenen Brief" an den Filmmacher Arndt Wittenberg.

Er beinhaltet manche Aufklärung zu entstandenen Missverständnissen. Dieser "Offene Brief" wird hier als Zusatzinformation zum Film angeboten. Link zum Bayerischen Rundfunk

 

​Lieber Arndt Wittenberg,

gratuliere zum Filmsujet für dieses bewegende Filmepos im BR und auch für das feinfühlige Auge über die Tresl im Jahreslauf auf unserer Burg. (...) Die Trostburg zeigt sich im Film wie ein Gemälde, in dem so viel Erfreuliches nach über 45-jähriger Verwaltung durch das Südtiroler Burgeninstitut und seiner liebevollen, völlig selbstlosen und aufopfernden Belebungs-, Konservierungs- und Restaurierungstätigkeit immer wieder zu entdecken ist: Von den kürzlich hergerichteten Fenstern oder dem restaurierten warmen Kachelofen in Tresls Küche bzw. Stube bis hin zum hergerichteten Wirtschaftsgebäude bzw. Stadel, dem unmittelbaren Lebens- und Tätigkeitsbereich der Hauptprotagonistin. Die Hauptburg selbst hat in den vergangenen 45 Jahren, insbesondere in den letzten zwölf Jahren, eine Rundumerneuerung der gesamten Dachlandschaft, der Innen- und Außenfassaden, viel Ruinensicherungen und auch Instandsetzungen im Innenbereich erleben dürfen, auch das kommt ausgezeichnet ins Bild.

Der auf die Person von Tresl zugeschnittene Filmbeitrag weckt zu Recht wertvolle Emotionen, die uns in der heutigen Zeit einfach gut tun, wie auch zahlreiche Reaktionen auf den Film zeigen. Damit aber Tresls Verhältnis zum heutigen Eigentümer nicht wie im Film, vielleicht doch verzerrt und etwas negativ belastet, zurückbleibt, folgend ein paar Feststellungen, die bei eventuellen Fragen an Ihre Redaktion kommuniziert gehören. Ich möchte das durchaus auch kritisch verstanden wissen, weil im Schnitt des Films - meiner Meinung nach - Möglichkeiten, Einseitigkeiten zu relativieren, ausgelassen wurden, auch wenn natürlich das bewegende Menschenbild von Tresl im gewollten Fokus stehen musste.

·          Das Südtiroler Burgeninstitut hat die Burg und alle Nebengebäude (mit der Turnierwiese und dem Wäldchen um die Burg) in einem stark verwahrlosten Zustand von den Grafen Wolkenstein im Jahre 1967 im guten Einvernehmen gekauft, um sie vor dem Verfall zu retten. Es waren jedoch keine weiteren zu bearbeitenden Grundflächen dabei. Ehrenamtlicher Idealismus, um die öffentliche und private Pflicht zur Erhaltung unseres Kulturerbes einzufordern, war die alleinige Antriebsfeder, diesen Kauf zu tätigen.

·          Die von Tresl bearbeiteten Flächen haben über die Zeitspanne 1967 bis 2011 nicht zur Burg gehört, sondern einer Mailänder Unternehmerfamilie. Das heißt, Tresl hat den größten Teil ihres Lebens zwar die Wiesen bearbeitet, aber nicht für das Burgeninstitut, sondern als Pächterin der Mailänder Unternehmer.

·         Das Burgeninstitut hat der Tresl von Anfang an Wohnplatz und Strukturen, Gärten u.s.w. gerne kostenlos zur Nutzung überlassen, so auch den Stall und den Stadel für Vieh und Heu. Investitionen in Infrastrukturen, wie zum Beispiel den Stadel, waren zeitlebens durch das Burgeninstitut getätigt worden.

·          Seit dem Jahre 2012 ist es dem Südtiroler Burgeninstitut durch Kauf von der Mailänder Unternehmerfamilie gelungen, auch bewirtschaftender Eigentümer der umliegenden Flächen (Wein, Wald und Wiesen, die alle einmal vor unserer Zeit zur Trostburg gehörten) zu werden.

·          Tresl ist seit dem Rückkauf durch das Burgeninstitut fix, ihre Familienmitglieder saisonal bei uns angestellt. Unsere erste Heuernte wurde mit Hilfe von Tresl und ihrer Familie eingebracht. In die Führungssaison war Tresl von Anfang an eingebunden. Weitere Burgführer stehen ihr zur Seite. Größere Veranstaltungen und Unternehmungen werden immer von der Vereinsleitung aus organisiert und assistiert. Alle Arbeitsschritte, die über den normalen Lebensalltag von Tresl hinausgehen, werden stets gemeinsam besprochen und abgestimmt.

·         An anderer Stelle erwähnte Tresl das Südtiroler Burgeninstitut als besten Burgherrn, den sie sich vorstellen könne. Dass nun Tresl seit knapp einem halben Jahrhundert mit dem Eigentümer Südtiroler Burgeninstitut und seinen Verwaltern in glücklicher und zufriedener Symbiose auf der Burg lebt, zeigt doch sehr deutlich, dass dieser begangene Weg der richtige ist, auch wenn gewisse komplexe Fragen für die Zukunft noch nicht geklärt sind.

Insgesamt freue ich mich aber über die vielen Reaktionen und würde mich ebenfalls freuen, Kommentare von bayerischer Seite zu bekommen. Von den "Lebenslinienfans" erwarten wir uns eine gute Mundwerbung für unsere Burg. Mögen viele Besucher kommen, um Burg und Tresl, aber auch uns zu erleben.

Herzliche Grüße,

Carl Philipp Baron Hohenbühel
St. Michael Eppan, den 16.01.2013