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FACHBIBLIOTHEK TROSTBURG (STANDORT BOZEN)

BENÜTZUNG

Fachbibliothek Trostburg (Standort Bozen)Die Fachbibliothek Trostburg wird heute als Präsenzbibliothek geführt und ist zum Gutteil im Büro des Südtiroler Burgeninstituts (teilweise aber auch auf der Trostburg) untergebracht.

Sie dient in erster Linie den Vereinsmitgliedern. Eine Benützung Außenstehender ist nach Rücksprache mit den Bibliotheksverantwortlichen oder dem Sekretariat fallweise möglich.

Der Bücherbestand der Handbibliothek zur Tiroler Burgenkunde umfasst Werke der Burgenkunde, der Denkmalpflege, der Kunstgeschichte, der Geschichte und verschiedener Hilfswissenschaften. Neben den burgenkundlichen Fachzeitschriften ist auch die Gesamtausgabe der Monatszeitschrift "Der Schlern" einsehbar. In den Jahren 2011 und 2012 wurde der Gesamtbestand (inkl. Zeitschriftenartikel) inventarisiert und EDV-mäßig erfasst und ist nun abrufbar (vgl. Katalogsuche).

Seit 18. März 2013 steht den Mitgliedern und interessierten Forschern auch die umfangreiche Dr. Hans-Mair-Tirolensiensammlung auf der Trostburg zur Benutzung offen, allerdings nur mit Terminvereinbarung mit den Bibliothekaren.

Für die kommenden Jahre ist die Erfassung der historischen Bibliothek der Burg Taufers sowie der zeitgeschichtlichen Abteilung der Tauferer Bibliothek geplant.

Um einen Termin zur Benützung zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte von Mo-Fr, 9-12 Uhr, an das Sekretäriat des Südtiroler Burgeninstituts

Runkelsteinerstr. 1 - Palais Toggenburg
I-39100 Bozen
Tel. +39 0471 982 255
info

oder an die Bibliotheksleitung unter

 

Verantwortliche Bibliothekare:

Graf Dr. Konstantin von Blumenthal (Vorsitz 2018)
Freiherr Dr. Alexander von Hohenbühel (Vorsitz 1991-2009, 2012, 2015, 2019)
Dr. Walter Landi (Vorsitz 2011, 2014, 2017)
Dr. Daniel Mascher (Vorsitz 2010, 2013, 2016)
 

GESCHICHTE

Fachbibliothek Trostburg (Standort Bozen)Der Wunsch des Verwaltungsrates war es, die Trostburg als attraktiven Vereinssitz zu adaptieren. Neben den Räumlichkeiten für die Jugend sollte auch ein Burgen- und Vereinsarchiv sowie eine Bibliothek zur Burgenkunde Platz finden. Die praktischen Anforderungen rieten dazu, die Bibliothek nach Bozen zu verlegen.

Natürlich war die Idee zum Aufbau einer Handbibliothek zur Burgenkunde bereits im Jahre 1963 mit der Gründung des Südtiroler Burgenvereins entstanden, doch erst die Gründungen der Südtiroler Burgeninstitut-Jugend (1989) und des Wissenschaftlichen Beirates (1990) führten zu ihrer konkreten Umsetzung.

Die Vereinsjugend, die sowohl ihren statutarisch geregelten Sitz im Wissenschaftlichen Beirat als auch ihren Sitz im Verwaltungsrat (vorerst ohne Stimme) wahrnahm, sah hierin unter anderem eine konkrete Möglichkeit der Mitarbeit. So wurden unter dem ersten Jugendpräsidenten Wolfgang von Klebelsberg für die diversen Aufgaben 1991 Verantwortliche gesucht: Freiherr Alexander von Hohenbühel und Matthias von Guggenberg hatten sich das Anliegen zu Eigen gemacht, eine Fachbibliothek Trostburg einzurichten. Später trat an die Stelle Guggenbergs, der nach dem Studium nach Österreich übersiedelte, Daniel Mascher.

B. Johannes Partenkirchen, um 1869Mit der Einrichtung einer neuen Geschäftsstelle des Südtiroler Burgeninstituts am Obstmarkt in Bozen wurde auch der Bibliothekssitz auf Drängen des Verwaltungsrates dorthin verlegt. Etliche Zukäufe ließen den Bibliotheksbestand rasch anwachsen, sodass nach 15 Jahren an eine Rückübersiedlung auf die Trostburg gedacht werden muss. Dr. Alexander v. Hohenbühel und Dr. Daniel Mascher trieben den besagten Ausbau der Fachbibliothek voran und sorgten für die Erfassung der Bestände mittels elektronischer Datenverarbeitung. Im Jahre 2005 wurde der Bibliotheksrat mit Dr. Walter Landi um ein weiteres Mitglied erweitert. Seither konnte der Bestand hinsichtlich der Schwerpunkte Welschtirol (Trentino) und Nord- bzw. Osttirol wesentlich ausgebaut werden. Im Jahre 2011 wurde eine Neuaufstellung mit neuen Signaturen nötig (abgeschlossen durch Larysa Vivchar und Alexander Hohenbühel mit 31.12.2012). Ein Online-Katalog wird angestrebt.

Vorläufig wird die Fachbibliothek Trostburg in Bozen als Präsenzbibliothek geführt und bietet dem burgenkundlich Interessierten genügend Unterlagen für eine weitreichende Vertiefung in die Thematik. Es ist aber nicht Aufgabe dieser Bibliothek, einen Gesamtüberblick über die burgenkundliche Fachliteratur zu bieten, da dafür sowohl die räumlichen wie finanziellen Möglichkeiten bei weitem nicht ausreichen.

Die seit 2010 ernsthaft angestrebte Erfassung der wertvollen historischen Bibliothek von Burg Taufers verspricht auch burgenkundlich wertvolle Ergänzungen zu bieten. Ihre Aufarbeitung wurde 2013 durch Dr. Alexander Maier im Rahmen eines EHB-Programmes begonnen.

Am 28. Februar 2012 erfolgte nach einigen Vorgesprächen die Schenkung der "Dr.-Hans-Mair-Tirolensiensammlung". Sie wurde auf der Trostburg untergebracht und bietet eine Vielfalt an bedeutenden Werken zur Kulturgeschichte und Kunde Tirols. Entsprechende Vorbereitungen, die eine Nutzung dieser Sammlung ermöglichen, wurden bereits getroffen, so dass dieser Teil seit 18. März 2013 (nach Rücksprache mit den Bibliothekaren) zugänglich ist. Die Sammlung wurde durch weitere Stücke aus der Sammlung Agnes Gräfin Enzenberg und manche Zukäufe ergänzt und umfasst nun rund 5.200 Bände.

Im Mai 2013 gelangte als zeitgeschichtliche Ergänzung der große Nachlass Dr. Ludwig Walther Regeles auf die Trostburg, allerdings muss dieser noch gesichtet und katalogisiert werden und ist damit noch nicht zugänglich.

 

Partenkirchen, Trostburg, Michaelstor um 1869